Snooker erobert die Welt

naja, oder wenigstens fast.

Nachdem während der letzten Weltmeisterschaft angekündigt wurde, dass im Februar 2011 (vom 2. bis 6. Februar) im Berliner Tempodrom das German Masters als Weltranglistenturnier stattfinden wird, bei dem die Top 16 der Weltrangliste sowie 16 Qualifikanten aus der Maint Tour und 8 Wild Card Spieler dabei sein werden. Tickets sind ab 16,55 € hier erhältlich.

Vor kurzem wurde auch verkündet, dass im September 2011 in São Paolo das Brazil Masters stattfinden wird. Das Brazil Masters wird das erste Turnier überhaupt sein, das von der World Snooker Association in Südamerika durchgeführt wird. Im ersten Jahr handelt es sich um ein Einladungsturnier, es besteht aber die Hoffnung, dass das Turnier zu einem Weltranglistenturnier wird und somit nicht nur Südamerikas erstes offizielles Snookerturnier ist, sondern auch das erste Weltranglistenturnier in Südamerika würde.

Snooker hat in Brasilien in den letzten Jahren bereits Aufwind erhalten und ist eine beliebte Sportart. Allerdings wird in Brasilien oft eine Variante mit nur 10 roten Bällen gespielt, da die grossen 12-Fuss-Tische kaum zur Verfügung stehen.

The Masters

Heute geht es endlich los, das drittwichtigste Turnier des Jahres. Gespielt werden heute drei Matches in der Wembley Arena. Um 12.00 uhr deutsche Zeit findet das Match zwischen Mark Selby und Ding Junhui statt, am Nachmittag folgt das Match zwischen Marco Fu und Peter Ebdon und am Abend schliesslich das Match zwischen Mark King und Wildcard-Spieler Jimmy White. Was auffällt, ist dass in jedem Match das heute stattfindet, ein Mark bzw. Marco dabei ist, aber das ist natürlicher blosser Zufall.

Im Lauf der Woche werden uns noch weitere spannende Matches erwarten, so zum Beispiel am Montag Shaun Murphy gegen Stephen Hendry und am Dienstag werden wir sehen, ob es Ronnie gelingt, einen ersten Schritt in Richtung Titelverteidigung zu unternehmen und Neil Robertson zu besiegen. Immerhin hat sich Ronnie für das Masters entschieden, und nicht für das englische Celebrity Big Brother, wo er offenbar hätte teilnehmen können. Ob er nun, wie in verschiedenen englischen Medien spekuliert wurde, mit einem violetten Queue spielen wird, bleibt abzuwarten. Zuzutrauen wär es ihm jedenfalls.

Jimmy beim Masters dabei

Überraschenderweise wurde die Wildcard für das Masters 2010, welches vom 10. – 17. Januar nächstes Jahr stattfinden wird, an Jimmy White vergeben, und nicht wie viele vermutet haben, an Liang Wenbo. Diese Entscheidung ist deshalb etwas überraschend, da Liang Wenbo dieses Jahr deutlich besser gespielt hat als White, Wenbo kam bei der UK Championship sogar bis ins Viertelfinale, während White die Qualifikation für die UK Championship gar nicht erst gespielt hat und sich stattdessen im australischen Jungle bei “I’m a Celebrity, get me out of here”, der englischen Variante von “Ich bin ein Star, holt mich hier raus”, amüsiert hat.

Ganz fair ist die Entscheidung wohl nicht, aber eine Rolle wird wohl die Popularität Whites in England gespielt haben. Neu ist Barry Hearn ja Vorsitzender der WPBSA, der World Professional Billard and Snooker Association, und Hearn war lange erfolgreicher Manager vieler bekannter Snookerspieler, unter anderen auch Jimmy White, und soll nun den Snookersport “wiederbeleben”. Um die Plätze in der Wembley Arena zu füllen ist es natürlich von Vorteil, wenn man bekannte und beliebte englische Spieler dabei hat. Da sind gute Fernsehquoten in China, die mit der Teilnahme von Liang Wenbo garantiert gewesen wären, nebensächlich.

Wie sich White beim Masters schlägt, darüber werden Sie hier beim Snookertisch spätestens ab dem 10. Januar 2010 weitere Informationen erhalten.

Vierter Titel für Ding Junhui

Ding Junhui hat es geschafft. Der 22-jährige Chinese hat am Sonntag die UK Championship zum zweiten Mal gewonnen und sich damit den vierten Titel bei einem Weltranglisten-Turnier geholt. Herzliche Gratulation.

Mit John Higgins hatte er selbstverständlich keinen leichten Gegner und so war dann auch das Match sehr spannend, geprägt durch viele, teilweise lange, taktische Duelle. In der ersten Session war Ding immer mit jeweils einem Frame in Führung gegangen, worauf Higgins wieder ausgeglichen hat. Erst in der zweiten Session gelang es Higgins, einmal selbst in Führung zu gehen, aber nicht für lange. Am Ende setzte sich Ding mit 10:8 durch.

Dieser Sieg war sehr wichtig für Ding Junhui, einerseits natürlich wegen den Punkten, er ist neu nämlich auf Platz 6 im Provisional Ranking, andererseits aber auch psychologisch. Mit dem Sieg hat er allen gezeigt, dass er zurück und wieder genauso gefährlich ist, wie damals, als er 2005 die UK Championship zum ersten Mal gewonnen hat. Es war wohl auch ganz gut, dass er dieses Finale gegen Higgins und nicht gegen Ronnie O’Sullivan spielen musste, da er ja damals im Masters 2007 gegen Ronnie im Finale verloren hat und seither deutlich Mühe mit seinem Spiel und seinem Selbstvertrauen hatte.

Nun, die UK Championship ist jetzt zwar vorbei, aber mit dem Snookertisch-Blog geht es natürlich weiter und wir werden auch während der Welsh-Open wieder regelmässig Artikel veröffentlichen. Natürlich wird auch voher hier noch etwas gearbeitet, Spielerprofile, Turnierinfos und allgemeine Informationen werden ergänzt. Es lohnt sich also, hier regelmässig vorbei zu schauen.

Higgins und O’Sullivan im Halbfinal

Ronnie O’Sullivan scheint gefallen am Spielstand 9:3 gefunden zu haben, und hat auch sein drittes Match bei der UK Championship gegen Mark Selby mit 9:3 gewonnen. Damit hat Ronnie erst 9 Frames im ganzen Turnier verloren und viel wertvolle Zeit gespart. John Higgins hatte es aber sogar noch ein bisschen eiliger und gewann sein Match gegen Liang Wenbo mit 9:2, und hat damit die Hoffnung auf ein chinesisches Finale zerstört. Higgins hat während des Turniers mit 17 Frames fast doppelt soviele verloren wie O’Sullivan, aber dass dies einen Einfluss auf das Match zwischen den beiden haben wird, ist unwahrscheinlich. Immerhin haben beiden heute einen freien Tag, um sich etwas zu erholen.

Heute Nachmittag beginnt aber das erste Halbfinale zwischen Ding Junhui und Stephen Maguire. Beide haben das Turnier bereits einmal gewonnen, Maguire 2004 und Ding 2005, und beide würden den Titel gerne ein zweites Mal gewinnen. Damit dürfte für einen spannenden Snookertag gesorgt sein.

Für Ding wäre ein Sieg heute sehr wichtig, da ihm dies sein Selbstvertrauen zurückgeben würde und er damit allen zeigen würde, dass er wieder voll zurück ist und mit ihm gerechnet werden muss. Ein Sieg wäre aber auch für Maguire wichtig, vor allem für ihn persönlich. Sein Grossvater, der ihn am meisten gefördert hat in seinem Spiel, ist wenige Tage vor der UK Championship verstorben. Dass Maguire trotz all dem so gut spielt, spricht eindeutig für ihn und zeigt deutlich, was für ein hervorragender Spieler er ist.

Nun, wir werden sehen, wer am Ende im Finale steht. Spannend wird es auf jeden Fall.

Titelverteidiger Murphy raus, Ding zurück in Form

Gestern Abend hat Titelverteidiger Shaun Murphy, der seit Samstag von der Grippe geplagt wird, mit 3:9 deutlich gegen den 22-jährigen Chinesen Ding Junhui verloren. Ding, der die UK Championship 2005 als erster Spieler, der nicht aus dem Vereinten Königreich stammt, gewonnen hat, ist damit auf gutem Weg, den Titel ein zweites Mal zu gewinnen. Der nächste Stolperstein für ihn könnte jedoch Ali Carter sein, der in einem eher unspektakulären Match Stephen Lee mit 9:5 besiegt hat. Carter hat allerdings am Montagabend gegen Rory McLeod erst spät Feierabend gehabt. Ob dies eine Auswirkung auf sein Spiel hat, werden wir heute Nachmittag sehen.
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Ronnie mit deutlichem Sieg gegen Stevens

Ronnie O’Sullivan hat gestern alle Träume eines Comebacks von Matthew Stevens in die Top 16 der Weltrangliste vorübergehend zerstört als er das Match deutlich mit 9:3 gewonnen hat. Stevens hatte einen guten Start erwischt und ist mit 2:0 in Führung gegangen, hat dann aber einige Fehler gemacht und Ronnie damit viele Chancen gegeben. Im 6. Frame konnte Stevens zwar noch mit einem 101-Break auf 3:3 ausgleichen, aber das war dann auch schon alles. Nach der ersten Session stand es 5:3 für Ronnie, und in der Evening-Session hat Matthew keinen Frame mehr gewonnen, obwohl dazu gesagt werden muss, dass er auch etwas Pech gehabt hat.

Ronnie hat während des ganzen Matches (ausser in den ersten zwei Frames) besser gespielt, aber beide haben Fehler gemacht, und da war das Glück jeweils auf Ronnie’s Seite, weil bei ihm die Bälle sicherer liegen blieben. Der 11. Frame war aber Weltklasse, er dauerte zwar über 40 Minuten, das taktisches Duell um die Farben war grossartig, insgesamt wurden 48 Foulpunkte verteilt, und es sah bereits aus als ob Stevens den Frame für sich entscheiden könnte, als er die braune verschoss und dadurch Ronnie den Tisch zum abräumen liess.

Auch mit 9:3 hat gestern Peter Lines einigermassen überraschend gegen Marco Fu gewonnen und trifft in der nächsten Runde auf Mark Williams. Ali Carter setzte sich mit 9:7 gegen Rory McLeod durch und wird gegen Stephen Lee antreten müssen. Ding Junhui hat Mike Dunn mit 9:5 geschlagen und trifft auf den Titelverteidiger Shaun Murphy. Ronnie trifft heute Nachmittag auf Peter Ebdon.

Resultate von Worldsnooker.

Aus für Steve Davis, Hendry dafür weiter

Im Duell der beiden Giganten ging Stephen Hendry gestern schlussendlich als klarer Sieger hervor, er gewann das Match mit 9:6. Insgesamt aber war das Match nicht so deutlich, beide hatten am Anfang etwas Mühe und beide haben doch so einige Fehler gemacht. Nach der ersten Session war der Spielstand 4:4, nach dem Midsession-Interval der zweiten Session stand es 6:6. Erst danach ist es Hendry gelungen, mit mehr als einem Frame in Führung zu gehen. Im letzten Frame hat er dann sogar noch ein Century (112 Punkte) gemacht.

Gestern fanden auch noch viele andere Matches statt, aber wirklich grosse Überraschungen gab es kaum, ausser vielleicht dass Liang Wenbo mit 9:3 sehr deutlich gegen Ryan Day gewonnen hat, und das obwohl Day im 11. Frame noch beinahe ein Maximum gelungen wäre. Er hat im Endspiel auf die Farben die Braune nicht mehr lochen können und so waren es dann nur 125 Punkte.

Mark Selby hat sich mit 9:8 ganz knapp gegen Jamie Cope durchgesetzt und trifft damit in der nächsten Runde auf Stephen Hendry. Um das Match zu gewinnen, musste er noch ein ziemliches Comeback zurücklegen, da Cope zum Midsession-Interval der zweiten Session mit 8:4 führte.

John Higgins gewann mit 9:7 gegen Ricky Walden und trifft als nächstes auf Neil Robertson, der im Oktober den Grand Prix gewonnen hat. Mark Allen hatte etwas Pech gehabt, da die Ferrule seines Queues kaputt ging und er ab dem Spielstand von 6:5 für Stephen Lee mit einem geborgten Queue spielen musste. Allen schaffte im ganzen Match 4 Centuries, aber für einen Sieg reichte es nicht. Stephen Lee hat in diesem Match mit einem Break von 141 Punkten das bisher höchste Break des Turniers gespielt und das Match mit 9:8 gewonnen.

Peter Ebdon hat Judd Trump mit 9:4 geschlagen. Nach der ersten Session war mit einem Spielstand von 4:4 noch alles offen, aber in der Evening-Session hat Ebdon 5 Frames am Stück gewonnen und damit das Match für sich entschieden.

Auch Neil Robertson hat alle Frames des Abends gewonnen und Tom Ford mit 9:3 besiegt. Stuart Bingham hat gegen Joe Perry mit 9:4 gewonnen, er war bereits nach der ersten Session mit 6:2 klar in Führung.

Weitere Informatione und aktuelle Resultate und Spielstände finden sie bei Worldsnooker, der offiziellen Webseite der Worldsnooker Association.

Shaun Murphy in der zweiten Runde

Shaun Murphy, der Titelverteidiger bei der UK Championship hat sein Match gegen Gerard Greene gestern mit 9-5 gewonnen und hat damit den ersten Schritt zur erfolgreichen Titelverteidigung unternommen.

Auch gestern war das Match zwischen Stephen Maguire und Michael Holt. Maguire hat am Tag der Beerdigung seines Grossvaters mit 9:6 gewonnen. Sein Grossvater hatte darauf bestanden, dass er spielt, und einen grösseren Gefallen als dieser Sieg hätte er seinem Grossvater wohl nicht machen können.

Mark Williams spielte gegen Graeme Dott und führte nach der ersten Session mit 6:2. Dott musste dann aber das Match aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Williams hat also einen erholsamen Abend gehabt und dürfte in seinem nächsten Match viel Energie haben.

Mark King hat mit 9:2 gegen Anthony Hamilton gewonnen und dadurch auch etwas Kraft gespart, da er nach der ersten Session mit 6:2 geführt hat und die ersten drei Frames der Abendsession und somit das Match, gewonnen hat.

Im Moment spielen gerade Stephen Hendry und Steve Davis gegeneinander, Davis führt mit 4:3. Schade dass ein solcher Klassiker bereits in der ersten Runde stattfindet, da dies bedeutet, dass einer der beiden rausfliegt…

Resultate wurden von der Eurosport-Webseite entnommen. Eine Tabelle mit Resultaten finden Sie hier.

UK Championship hat angefangen

Heute hat in Telford, England, die UK Championship, das zweitwichtigste Turnier der Saison, begonnen. Snookertisch.org wird natürlich ausführlich darüber berichten, in den nächsten Tagen werden hier aktuelle Artikel und Matchberichte veröffentlicht.

Aktuelle News können auch bei Eurosport gefunden werden.